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Künstler des Monats JUNI - G. B. TIEPOLO (1696-1770)

Selbstbildnis Tiepolos, Federzeichnung

Der am 5.3.1696 geborene Venezianer Giovanni Battista Tiepolo war der bedeutendste Freskenmaler des 18. Jahrhunderts. Er schuf zwar auch eine Reihe von Altarbildern und profanen Gemälden, seine eigentliche Leistung aber sind die Decken- und Wandmalereien in Kirchen und Palästen. Seine Vorbilder waren Tizian und Tintoretto, Piazzetta und Sebastiano Ricci. Mit schier unglaublicher Sicherheit und virtuoser Könnerschaft bewältigte er selbst monumentale Flächen. Zu seinen Meisterwerken zählen Fresken in der Colleoni-Kapelle in Bergamo, in Venedig, Mailand und der Villa Valmarana bei Vicenza. Den Höhepunkt seines Schaffens stellen jedoch die Fresken im Treppenhaus und im Kaisersaal der Würzburger Residenz dar.

Rokoko bedeutet soviel wie "Verspielte Leichtigkeit". Der Begriff "Rokoko" kommt von einem bestimmten Muschelornament, das als Leitmotiv dieser Stilrichtung angesehen werden kann. Diese Epoche, die wegen Abgrenzungsschwierigkeiten oftmals als "Spätbarock" bezeichnet wird, folgte dem Barock und trat von 1720-1770/80 besonders in Frankreich, Deutschland und Italien hervor und mündete Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts in den Klassizismus. Im Rokoko wandelten sich die schweren, prunkvoll pathetischen Formen des Barock ins Leichte, Aufgelöste, Zarte und Zierliche. In der Malerei überwogen weltliche Themen wie Feste oder Schäferszenen, so dass die religiöse Malerei noch stärker als bereits im Barock zurückgedrängt wurde. Besonders die Pastellmalerei entsprach der Vorliebe für zarte duftige Farbe und wurde folglich die favorisierte Maltechnik des Rokoko.

Tiepolo und die Zeichenkunst Venedigs im 18. Jahrhundert

Am 5. März 1696 wurde Giovanni Battista Tiepolo in Venedig geboren. Aus diesem Anlaß feierten Museen in Europa und den USA im Jahre 1996 den 300. Geburtstag dieses außergewöhnlichen Künstlers. Auch die Graphischen Sammlungen der Staatsgalerie Stuttgart und des Wallraf-Richartz-Museums Köln boten einen gemeinsamen Beitrag zu diesen Feierlichkeiten.

Bereits im Jahre 1882 erwarb der Vorstand des Königlichen Kupferstichkabinetts Stuttgart, Karl August Kräutle, insgesamt 168 Tiepolo-Zeichnungen, von denen etwa 150 noch heute den beiden wichtigsten Vertretern der Familie, Giovanni Battista Tiepolo (1696 - 1770) und dessen Sohn Giovanni Domenico Tiepolo (1727 - 1804), zugeschrieben werden können. Sie bieten einzigartige Einblicke in die Kunst von Vater und Sohn und waren zuletzt 1953 und 1970 in Ausstellungen der Staatsgalerie zu sehen. Neben Studien in Feder von Giovanni Battista, in denen die Lavierung höchste Vollendung erfährt, sowie Variationen von Giovanni Domenico zu unterschiedlichen Bildthemen verdienen die Rötelzeichnungen auf blauem Papier besonderes Augenmerk, die beide Künstler, vermutlich jedoch auch andere Mitarbeiter der Werkstatt, zu und nach den Würzburger Fresken 1751 - 1753 schufen. Neue Forschungsergebnisse hierzu, vor allem was die Zuschreibungsfrage an Vater und Sohn betrifft, wurden im Katalog zur Ausstellung der Staatsgalerie Stuttgart präsentiert.

Ergänzt wurde die Auswahl von rund 70 hochkarätigen Tiepolo-Zeichnungen aus der Stuttgarter Sammlung durch Beispiele von Zeitgenossen (u.a. Sebastiano Ricci, Giovanni Antonio Pellegrini, Federico Bencovich, Gaspare Diziani). Die Graphische Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums Köln erweiterte diesen Bestand in hervorragender Weise, besitzt sie doch eines der bedeutendsten Frühwerke von Giovanni Battista Tiepolo sowie exzellente Blätter von Giovanni Antonio, Francesco und Giacomo Guardi, Giovanni Battista Piazzetta und anderen, welche die Ausstellung mit ihren 100 Exponaten zu einer einzigartigen Schau venezianischer Zeichenkunst im 18. Jahrhundert machten.

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Quelle: © Proarte.at

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