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Heinrich Ehmsen. In: 55 Vorzeichnungen zu G. Hauptmann

Heinrich Ehmsen. In: 55 Vorzeichnungen zu G. Hauptmann

Losnummer: 144


Heinrich Ehmsen. 55 Vorzeichnungen zu Gerhart Hauptmann, Der Narr in Christo Emauel Quint. 1926/27. Bleistift auf verschiedenen transparenten Papieren. 50 Bll. signiert, 5 Bll. monogrammiert, einige datiert 1927. Teilw. Ideenskizzen, einige Entwürfe in mehreren Fassungen; mit Angabe der Kapitel und Textstellen. Blattgr. von 20,8 x 20,2 bis 25,2 x 33,5 cm (Hoch- u. Querformate). Sämtliche Zeichnungen unter Passepartouts der Größe 47 x 36 cm. Lose in neuerer Leinen-Kassette mit Rs., darin beigefügt die Buchausgabe: G. Hauptmann, Der Narr in Christo Emanuel Quint. Roman. Mit 33 Zeichnungen von Heinrich Ehmsen. Bln. u. Weimar, Aufbau-Verlag 1973.

Vorzeichnungen zum Mappenwerk "30 Radierungen zu Gerhart Hauptmanns Emanuel Quint", erschienen 1927. Abbildungen von 12 der hier vorhandenen Bleistiftzeichnungen in der beiliegenden Buchausgabe auf den Seiten 7, 21, 25, 109, 137, 199, 221, 290, 334, 351, 362, 401.
In seinem Nachwort "Zu den Zeichnungen Heinrich Ehmsens" schreibt Lothar Lang: "(...) was ihn am Text reizte, war die fanatische Wahrheitssuche Quints, waren die grotesken Gestalten der Schwärmer, war die dramatische Wucht der Szenen. (...) Dazu muß man wissen, daß Ehmsen, der sein Werk noch im Jugendstil begann und alsbald den Expressionismus berührte - mit Kandinsky, Klee und anderen Künstlern vom Münchener 'Blauen Reiter' war er befreundet -, durch das Erlebnis des ersten Weltkrieges und der deutschen Novemberrevolution zum Sozialkritiker wurde. (...)
Ehmsen gewann (...) durch Zeichnungen, die er 1924 im Irrenhaus Klingenmünster machte, einen weiteren Gegenstand: der in den Wahnsinn geratene Mensch nicht als Anlaß tiefenpsychologischer Spekulation, sondern als ein Objekt, an dem die Bedrohlichkeit der menschlichen Existenz dargetan werden konnte. In dieser Zeit bildete sich Ehmsens grotesker zeichnerischer Stil aus, der geeignet war, die Hauptmannschen Figuren des 'Quint'-Romans zu fassen. Die turbulenten Szenen in der Talmühle, wie sie Ehmsen visualisiert, gehen auf Irrenhaus-Beobachtungen zurück, auch viele Physiognomien sind dort gefunden worden, selbst die Erscheinung des Quint. Dennoch stimmen die Beobachtung und Phantasie des Zeichners mit der Beschreibung des Dichters weitgehend überein. Ehmsen hielt sich jedenfalls sorgfältig an den Text. (...) Zeichnungen und Mappenwerk bilden einen Höhepunkt im graphischen Werk Ehmsens, sie gehören zugleich zum Ausdrucksstärksten, was die deutsche Graphik in jener Zeit hervorgebracht hat.
"


Veranstaltungshinweise:

Am 24.03.2022 bis 26.03.2022 Auktionen 166-168 - Frühjahrsauktionen 2022


Schätzpreis: 9.000,-  EURO

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