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Max Beckmann, Jahrmarkt, 1921

Max Beckmann, Jahrmarkt, 1921

Bl. Titel, Impressum und Inhaltsverzeichnis sowie 10 Kaltnadelarbeiten auf Japan bzw. Japanbütten. In Passepartouts, lose in Leinenmappe mit beiliegender Orig.-Halbpergamentmappe. 1921.
41 x 25 bis 55 x 39 cm (Blattgröße).
Jeweils signiert "Beckmann". Auflage 75 Ex.
Hofmaier 191-200, jeweils II B a (von D).

Losnummer: 8020


Der "Jahrmarkt" zählt zu den bedeutendsten druckgrafischen Folgen des Expressionismus und ist mit der expressiven, kantigen Linienführung ein charakteristisches Beispiel für Beckmanns reifen Schaffensstil. Gleich zu Beginn zeigt - wie in allen seinen Mappenwerken - der Künstler sich selbst, hier als Ausrufer des "Circus Beck(mann)", der mit der Glocke in der Hand am Eingang die Aufmerksamkeit der Besucher erweckt, sie herbeilockt und empfängt zum Rundgang über den Jahrmarkt, einem Panoptikum des menschlichen Treibens. So offenbart Beckmann nun alle bizarren Belustigungen und Attraktionen für Jung und Alt in seinen zehn Blättern:
"Der Ausrufer" (Hofmaier 191),
"Garderobe" (H 192),
"Hinter den Kulissen" (H 193),
"Schiessbude" (H 194),
"Der grosse Mann" (H 195),
"Der Neger" (H 196),
"Das Karussell" (H 197),
"Die Seiltänzer" (H 198),
"Niggertanz" (H 199),
"Schlangendame" (H 200).
Am 1. Juni 1921 schreibt Beckmann seinem Verleger Reinhard Piper: "Heute sind die Kupferplatten gekommen. Ich freue mich nun darauf von einer Kupferplatte zur anderen zu reisen. Teilweise werde ich sie in Österreich fertig machen wo ich den Prater mir auch ansehen will bei Wien." (zit. nach James Hofmaier, Max Beckmann, Catalogue raisonné of his prints, Bd. II, Bern 1990, S. 497).
Die komplette Mappe, aus einer Auflage von 75 Exemplaren auf Japan, neben 125 Abzügen auf Velin. Erschienen als 36. Druck der Marées-Gesellschaft im Verlag der Marées-Gesellschaft, R. Piper & Co., München 1922, gedruckt bei Franz Hanfstaengl, München. Prachtvolle, im breiten Grat samtig schwarze Drucke, meist mit leicht zeichnender Plattenkante, jeweils unten rechts mit dem Ganymed-Trockenstempel der Marées-Gesellschaft, mit dem Sammlerstempel Lugt 1344a und verso mit dem Stempel der Bibliothek des Schlesischen Museums Breslau.

Provenienz: Schlesisches Museum der bildenden Künste Breslau, dort 1937 im Rahmen der Aktion "Entartete Kunst" beschlagnahmt
Hildebrand Gurlitt, Düsseldorf
Heinrich Neuerburg, Köln
Privatsammlung, Süddeutschland

Literatur: Christie's New York, Modern Prints from the Neuerburg Collection, Verst.-Kat. vom 1.11.1988, Nr. 10
"Entartete Kunst", digital reproduction of a typescript inventory prepared by the Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, ca. 1941/1942, London, Victoria & Albert Museum 2014 (http://www.vam.ac.uk/entartetekunst), o. S., unter: Breslau, Schlesisches Museum, lfd. Nr. 32, EK-Nr. 8349 (diese Nr. in blauer Kreide auf der Mappenrückseite verzeichnet)


Veranstaltungshinweise:

Am 26.11.2016 108. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II


Schätzpreis: 45.000,-  EURO

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