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Der Hagenbund in Wien

Robert Kloss, Terzetta, 1922

Das Leopold Museum in Wien legt seinen Fokus aktuell auf den Hagenbund und nimmt die Geschichte der im Jahr 1900 gegründeten Vereinigung junger Malerinnen und Maler, Bildhauerinnen und Bildhauer, Kunsthandwerker und Architekten in den Blick, die sich von der renommierten, aber in einem Konservativismus erstarrten Genossenschaft bildender Künstler Österreichs, dem Künstlerhaus, lossagte, wie schon drei Jahre zuvor die Wiener Secessionisten. Die 22 Künstler, die im Februar 1900 die ursprünglich „Künstlerbund Haagen“ betitelte Gruppe ins Leben riefen, kritisierten vor allem die mangelnde Förderung junger Talente seitens Künstlerhausmitglieder. Die von Dominik Papst, Stefan Üner und Hans-Peter Wipplinger kuratierte Schau will keinen enzyklopädischen Überblick über alle Teilnehmer und die fast vierzigjährige Geschichte geben, sondern präsentiert eine Auswahl an herausragenden österreichischen Positionen, die gleichsam die Höhepunkte des Bundes bilden.

In chronologischer Reihenfolge haben sie dazu 183 Gemälde, Skulpturen, Möbel, Grafiken, Plakate und Archivalien unter anderem von Bettina Ehrlich-Bauer, Helene Funke, Ludwig Ferdinand Graf, Carry Hauser, Alfred Keller, Oskar Laske, Emilie Mediz-Pelikan, Georg Merkel, Fritz Schwarz-Waldegg oder Franziska Zach vereint. Sie sollen den Pluralismus und Stilwandel des Hagenbundes verdeutlichen und die historische und gesellschaftliche Seite einbeziehen. Der Hagenbund war keine homogene Künstlervereinigung, vielmehr waren „Mitglieder aller Lager“ prägend. War das Künstlerhaus traditionsverhaftet und die Secession eher avantgardistisch, bewegte sich der Hagenbund dazwischen. Obwohl die Malerei von den meisten Mitgliedern ausgeübt wurde, traten auch andere Gattungen in Erscheinung. Ab 1902 gewann etwa die Skulptur an Bedeutung, da der Keramikkünstlers Michael Powolny und der Metallbildhauer und Holzschnitzer Franz Barwig d.Ä. dem Bund beitraten. Joseph Urban, der zu den kreativsten jungen Architekten Wiens zählte, war Gründungsmitglied der Künstlergruppe. Er adaptierte die Zedlitzhalle, eine ehemalige Markthalle im ersten Wiener Gemeindebezirk, zum Ausstellungsraum der neuen Gemeinschaft.

Ab den 1910er Jahren mutierte der gemäßigte, aber tolerante Hagenbund zur wichtigen Plattform für die junge progressive Kunst: Oskar Kokoschka, Anton Kolig, Anton Faistauer, Egon Schiele oder Albert Paris Gütersloh stellten als Gäste hier aus. Auch der Radius wurde größer, zu einem Netzwerk mit Künstlerbünden der Kronländer Österreich-Ungarns ausgebaut und internationale Präsentationen angestrebt. Das Hagenbund war im Austausch mit Manes in Prag, Sztuka in Krakau, UME in Budapest, aber auch mit deutschen, belgischen, englischen und skandinavischen Vereinigungen, die auf Einladung in der Zedlitzhalle gastierten, darunter Arnold Böcklin oder Max Liebermann. Der Stilpluralismus blieb als Markenzeichen des Hagenbunds bestehen. Dafür stehen etwa die 1904 pointillistisch gemalte Landschaft „Herbstvormittag am Attersee“ von Rudolf Junk, Robert Kloss’ Frauenportrait „Terzetta“ von 1922 in kubo-futuristischer Tendenz oder Lilly Steiners ausdrucksstarkes spätexpressionistisches Bildnis von Lillian Gaertner aus dem Jahr 1927. Eine formauflösende Avantgarde in Georg Jungs farbintensiver Abstraktion „Der Irrtum“ von 1920/21 steht etwa Greta Freists neusachlichem Interieur „La famille d’un peintre“ von 1938 gegenüber.

Die Ausstellung „Hagenbund. Von der gemäßigten zur radikalen Moderne“ läuft bis zum 6. Februar 2023. Das Leopold Museum hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Im September noch weiterhin jeden Dienstag offen. Der Eintritt beträgt 15 Euro, ermäßigt 11 Euro. Der begleitende Katalog kostet im Museum 29,90 Euro.

Leopold Museum
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Telefon: +43 (0)1 – 525 700

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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