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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Dix-Aquarelle der Sammlung Gurlitt bei Ketterer

Otto Dix, Dompteuse, 1922

Das Münchner Auktionshaus Ketterer versteigert im Juni zwei Aquarelle des deutschen Malers Otto Dix, die vor zehn Jahren als Teil der Sammlung Gurlitt in der bayerischen Landeshauptstadt ans Tageslicht kamen und inzwischen an die Nachkommen des jüdischen Sammlers Ismar Littmann restituiert wurden. Die zwei Blätter „Dame in der Loge“ und „Dompteuse“ schuf Dix 1922 während seiner Zeit in Düsseldorf. „Aquarelle mit dem schönen Eros der frühen 20er Jahre gehören zu den begehrtesten Arbeiten von Otto Dix auf dem internationalen Auktionsmarkt“, analysiert Robert Ketterer. Das Porträt der fein frisierten und geschminkten „Dame in der Loge“ wird auf 140.000 bis 180.000 Euro taxiert, während die knapp kostümierte und streng dreinblickende Zirkusdompteuse 100.000 bis 150.000 Euro einspielen soll. Beide Blätter waren bis vor kurzem im Besitz des Kunstmuseums Bern, das die Sammlung Gurlitt als Erbe erhalten und inzwischen wissenschaftlich erschlossen hat. Im vergangenen Dezember wurden die beiden Blätter an die Erben Littmanns zurückgegeben.

Der jüdische Rechtsanwalt Ismar Littmann zählte Anfang des 20. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Kunstsammlern des Deutschen Reiches. Neben Werken der Neuen Sachlichkeit sammelte er auch Arbeiten von Künstlern des Expressionismus und Impressionismus, wie Otto Mueller, Käthe Kollwitz, Emil Nolde, Hermann Max Pechstein, Alexander Kanoldt und Lovis Corinth. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Littmann seine Tätigkeit als Anwalt verboten; 1934 unternahm er einen Suizidversuch, an dessen Folgen der Sammler wenig später starb. Seine Witwe war gezwungen, die Kunstsammlung zu verkaufen, um der Familie das Überleben zu sichern und die Flucht aus Deutschland vorzubereiten. Am Tag bevor die Sammlung 1935 in einer Auktion versteigert werden sollten, beschlagnahmte die Gestapo 64 Gemälde und zahlreiche Papierarbeiten, darunter vermutlich auch die von Otto Dix, wegen „kulturbolschewistischer Tendenzen“.

1938 wurden die zwei Dix-Aquarelle auch offiziell im Zuge der Raubaktion „Entartet Kunst“ Eigentum des Staates und sollten später gegen Devisen verkauft werden. Dazu gingen die Stücke in den Besitz des NS-Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt über. Nach 1945 verblieben die Werke im Besitz der Familie Gurlitt, bis sie 2012 bei einer Durchsuchung in Cornelius Gurlitts Münchner Wohnung von Steuerfahndern beschlagnahmt wurden. Da um den rechtlichen Status der Sammlung und insbesondere die moralische Verantwortung der Behörden im Fall Gurlitt lange öffentlich gerungen wurde, vermachte Cornelius Gurlitt die Sammlung seines Vaters schließlich an das Kunstmuseum Bern, das seither mit der Aufarbeitung und Restitution der Stücke betraut ist.

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Otto Dix,
 Dompteuse, 1922
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