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Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

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Für einen guten Zweck: Christie’s versteigert Ammann-Sammlung

Doris Ammann 2018 in Lissabon – Thomas Ammann 1989 vor Vincent van Goghs „Portrait de Joseph Roulin“

In New York stehen die großen Auktionen mit Kunst des Impressionismus bis zur Gegenwart vor der Tür und wollen mehrere Milliarden Dollar Umsatz generieren. Ein erstes Highlight der mit hochwertigen Privatkollektionen gut bestückten Wochen ist am 9. Mai die Sammlung der namhaften Schweizer Kunsthändler Thomas und Doris Ammann bei Christie’s. Unter den 36 Kunstwerken ragt Andy Warhols Monroe-Portrait „Shot Sage Blue Marilyn“ von 1964 heraus. Schon allein die Erwartung von 200 Millionen Dollar ist herausragend: Bisher war kein Kunstwerk bei Versteigerungen so hoch taxiert. Damit will die Leinwanddiva die teuerste Arbeit des 20. Jahrhunderts sogar noch vor Picasso werden und stände dann direkt hinter Leonardo da Vincis „Salvator Mundi“ und seinem Zuschlag von 400 Millionen Dollar.

Die beiden Geschwister Ammann – Thomas ist schon 1993 verstorben, Doris im vergangenen Jahr – pflegten zu vielen Künstlern freundschaftliche Beziehungen, was sich auch in der Auswahl der Werke niederschlägt, so etwa mit Andy Warhol, der auch noch eine „Heinz Tomato Ketchup Box“ von 1964 für 250.000 bis 350.000 Dollar und seine gleichaltrigen bekannten „Flowers“ in Weiß auf dunkelgrüner Wiese für 15 bis 20 Millionen Dollar beisteuert. Mit diesem Wert geht zudem Robert Rymans titellose weiße Leinwand um 1961 ins Rennen, die einzig eine reliefartige weiße Struktur mit etwas Farbe in Form eines kleinen Quadrates an der rechten oberen Ecke aufweist. In diese Preiskategorie reihen sich noch Cy Twomblys expressionistische Abstraktion „Venre Sopra Gaeta“ von 1988, die eine Farbwolke in Apricot zentral auf dem weiß verschmierten Papier- und Holzgrund präsentiert, oder seine wilde Bleistiftkritzelei von 1955 ein (Taxe je 10 bis 15 Millionen USD).

Abstraktes trifft bei den Ammanns auf Gegenständliches: Brice Marden, dessen Werk von der Kraft der Farbe lebt, stellt die Leinwand „Le Mien“ von 1976 mit vier vertikalen Streifen in gedeckten Rot- und Grünentönen für 8 bis 12 Millionen Dollar und das etwas ältere schwarze Geviert „For Otis (Back Series)“ von 1967/68 für 5 bis 7 Millionen Dollar zur Verfügung, Martin Kippenberger dann ein ironisches Selbstporträt von 1992 aus der Serie der „Hand Painted Pictures“ zwischen Pathos und Humor für 3 bis 5 Millionen Dollar. Überhaupt scheinen Thomas und Doris Ammann ein Faible für Witz und hinterlistige Aneignung gehabt zu haben. Direkt auf Roy Lichtenstein greift Elaine Sturtevant bei ihrer weinenden Blondinen im Comic-Stil unter dem Titel „Lichtenstein But It’s Hopeless“ zurück (Taxe 600.000 bis 800.000 USD). Picasso war dann Vorbild für Mike Bidlos Strandszene mit der deformierten Frauengestalt „Not Picasso (Bather with Beachball, 1932)“ von 1987 (Taxe 60.000 bis 80.000 USD) und bei Sean Landers’ noch quietschbunterem Interieur „Reclining Nude with Suitors“ von 2001 mit einem lustvollen Motivverschnitt (Taxe 40.000 bis 60.000 USD). Insgesamt will die Auktion mindestens 285 Millionen Dollar einspielen, die an die im vergangenen Jahr gegründete Thomas und Doris Ammann Stiftung in Zürich gehen und dort für karitative, kulturelle und bildungsrelevante Zwecke eingesetzt werden.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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