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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

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Münster präsentiert Fotografin Annelise Kretschmer

Annelise Kretschmer, Bildnis Christiane Kretschmer, um 1965

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster widmet Annelise Kretschmer eine eigene Ausstellung, die von den 1920er bis 1960er Jahren zu den wenigen aktiven deutschen Fotografinnen gehörte. Unter dem Titel „Augenblick“ rückt Kuratorin Tanja Pirsig-Marshall insbesondere Kretschmers Talent für Emotionen und Charakteraufnahmen in den Mittelpunkt. „Es ist auch das künstlerische Schaffen einer Frau, das bei der Ausstellung im Vordergrund steht, und mit dem Erwerb des kompletten Nachlasses in den Sammlungsbeständen des Museums einen Schwerpunkt erhält“, so LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger. Seit 2019 pflegt das Museum mit dem Erhalt von 2.600 Fotografien als Originalvergrößerungen und mehreren Tausend Negativen eine besondere Verbindung zu der 1903 in Dortmund geborenen Künstlerin. Wie selbstbewusst und selbstbestimmt Kretschmer nicht nur gegenüber ihrer künstlerischen Arbeit, sondern auch dem Leben als Frau generell eigestellt war, verdeutlicht ihr strahlendes Selbstporträt von 1929, das sie in Jackett und mit Zigarette in der Hand zeigt.

Sich auf das Porträt konzentrierend, fotografierte Annelise Kretschmer zeitlebens Arbeiter und Bäuerinnen, Industrielle und Intellektuelle ebenso wie Menschen aus Dortmund und Umgebung. Neben Privatkunden und Kundinnen aus Kreisen der Kunst und Wirtschaft wandte sich Kretschmer nicht zuletzt ihrer eigenen Familie zu und schaffte immer wieder intime Zeugnisse ihrer vier Kinder und ihres Ehemannes Sigmund Kretschmer. Dabei lichtete sie nicht nur Künstler wie Florence Henri und Albert Renger-Patzsch ab, sondern auch Galeristen wie den Franzosen Daniel-Henry Kahnweiler oder die französische Museumsdirektorin Cécile Goldscheider. Kretschmer baute ihre Protagonisten in konzentrierten Bildnissen vor deren Werken oder situativ im Raum auf. Die Opernsängerin Ellice Illiard porträtierte Kretschmer zu Beginn der 1930er Jahre gefühlvoll und divenhaft nachdenklich, indem sie sie nahe an ihr Objektiv rückte.

„Auffällig ist, dass Kretschmer unabhängig vom Motiv ausschließlich in Schwarz-Weiß fotografierte und keinen Bedarf an Farbe sah“, führt Tanja Pirsig-Marshall aus. In der Ausstellung werden ihre Menschenbilder durch Straßenszenen und Landschaftsaufnahmen ergänzt, Motive, die Kretschmer auf Streifzügen in ihrer Heimatstadt oder auf Reisen nach Nordafrika, Paris Frankreich, Hiddensee und Capri festhielt. Die Stadt- und Reisebilder zeigen, wie sich ihr fotografischer Blick in weitere Richtungen entwickelte. Hier war es nicht der Mensch, der ihr vornehmliches Interesse weckte, sondern vielmehr das Abseitige, das allzu oft Übersehene, das sie künstlerisch anzog: Strukturen und Formen im Wechselspiel mit Licht und Schatten auf leeren Straßen, Hausfassaden oder verregneten Fensterscheiben.

Die Ausstellung „Der Augenblick. Die Fotografin Annelise Kretschmer“ läuft vom 6. Mai bis zum 14. August. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, am zweiten Freitag im Monat bis 24 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 4,5 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre ist er kostenlos.

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
DE-48143 Münster
Telefon: +49 (0)251 – 59 07 201

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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