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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Rekordverdächtig: Mit einem Meisterwerk Magrittes will Sotheby’s bei seiner Auktion mit Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in neue Preisdimensionen vordringen

Taghelle Nacht



Sotheby’s strebt mit René Magrittes „L’empire des lumières“ den neuen Auktionsrekord an

Sotheby’s strebt mit René Magrittes „L’empire des lumières“ den neuen Auktionsrekord an

Sotheby’s kann bei seiner Abendauktion für moderne und zeitgenössische Kunst in London mit einem Hauptwerk von René Magritte glänzen: „L’empire des lumières“. Der belgische Surrealist schuf „Das Reich der Lichter“ im Jahr 1961 für Anne-Marie Gillion Crowet. Die Tochter seines Mäzens und Sammlers Pierre Crowet war dem Künstler als Freundin und Muse verbunden und hütete ihren Schatz wie einen Augapfel. Bis dato gehörte der ruhige Straßenzug in der Nähe des Parc Josaphat in Brüssel, der mit einem einsamen Haus in nächtliche Dunkelheit getaucht ist, während über Dach und Baumwipfeln ein strahlend blauer Himmel mit weißen Wolken leuchtet, noch der Familie Gillion Crowet und hing bis zum Jahr 2020 als Leihgabe im Musée Magritte in Brüssel. Die für den Künstler typische Darstellung einer „falschen Realität“ kommt nun erstmalig auf den Kunstmarkt und soll mit einer Schätzung von mehr als 45 Millionen Pfund Magrittes kopflose Männergestalt „Le Principe du plaisir“ von 1937, die Sotheby’s im Herbst 2018 für 23,5 Millionen Dollar in New York an den Sammler gebracht hat, vom ersten Rang stürzen.


„L’empire des lumières“ entstammt der gleichnamigen und einzigen thematischen Serie von siebzehn Ölgemälden, an der René Magritte seit 1948 arbeitete. Möglicherweise diente ihm André Bretons Gedicht „L’Aigrette“ als Inspiration, das Magritte gut kannte und mit den Worten beginnt: „Wenn doch nur die Sonne heute Nacht scheinen würde.“ Daneben wartet Sotheby’s am 2. März in London mit den großen Namen vom Impressionismus bis zur Gegenwart auf. Claude Monet ist mit verschiedenen Landschaftsmotiven in zarten Pastellfarben vertreten, darunter den Strohgarben auf einem Feld bei Giverny (Taxe 15 bis 20 Millionen GBP) oder einem bunt leuchtenden Meer aus Chrysanthemen (Taxe 10 bis 15 Millionen GBP). Für günstigere 1,2 bis 1,8 Millionen Pfund hat Sotheby’s noch ein schlichtes Stillleben Monets mit appetitlich glänzenden Zwetschen und Aprikosen in der Hinterhand.

In der Sparte der Porträts zählen Gustave Caillebottes Darstellung des leger sitzenden „Monsieur R.“ in einem farblich und motivisch abgestimmten Interieur für 4 bis 6 Millionen Pfund sowie Pablo Picassos in Grautönen gehaltenes Bildnis einer sitzenden doppelgesichtigen Gestalt zu den Highlights. Hinter seiner „Buste de femme accoudée“, gemalt am 31. Dezember 1938, verbergen sich zwei rivalisierende Frauen: Seine Muse Marie-Thérèse Walter, der Picasso zu dieser Zeit angeblich noch treu ergeben war, und die zunehmend dominante Präsenz seiner neuen Geliebten Dora Maar (Taxe 10 bis 15 Millionen GBP). In dieses Preissegment rutscht noch Vincent van Goghs spazierendes „Liebespaar“, das er 1888 in knalligen Kontrastfarben auf die Leinwand bannte; es soll 7 bis 10 Millionen Pfund erzielen. Eine Delikatesse für Sammler des Futurismus wird Gino Severinis Ölstudie „L’Autobus“ von 1913 sein, die das hektische Leben auf den Straßen einer Großstadt in kubistischer Zersplitterung einfängt (Taxe 500.000 bis 700.000 GBP).

Aus Deutschland sind unter anderem Max Beckmanns ruhige Strandszene „Künstler am Meer“ aus dem Jahr 1930, für die die Erben des im vergangenen Jahr verstorbenen Kunsthändlers Richard Feigen nun 350.000 bis 450.000 Pfund sehen wollen, und Gerhard Richters „Abstraktes Bild“, eine charakteristische Farbverwischung in dominantem Rot von 1994, für 1 bis 1,5 Millionen Pfund nach London gereist. Anselm Kiefer hat in seinem materialintensiven Bild „Wundtau regnet“ von 2011 wieder mythologische, geschichtliche und sprachliche Inhalte mit einander verwoben und daraus eine eigenwillige versehrte Landschaft geformt (Taxe 600.000 bis 800.000 GBP). Österreich beteiligt sich unter anderem mit einem Ölgemälde Egon Schieles aus dem Jahr 1907: der fahlen „Kreuzigung mit verfinsterter Sonne“ für 500.000 bis 700.000 Pfund. Maria Lassnig griff 1998 für ihr Gemälde „Konkurrenz IV“ auf zwei gegnerische Fußballspieler zurück und färbte sie kontrastreich mit einem ungesunden Kolorit ein (Taxe 350.000 bis 450.000 GBP).

Teuerster zeitgenössischer Künstler soll David Hockney werden, der dafür eine seiner heimischen Landschaften aus dem Spätwerk zur Verfügung stellt. Das knallig bunte Felderpanorama „Garrowby Hill“ von 2017, durch das sich eine violette Straße schlängelt, ist ungewöhnlich auf einer sechseckigen Leinwand aufgebracht und mit 7,5 bis 10,5 Millionen Pfund bewertet. Dahinter rangieren etwa Alberto Burris mit Holz, Stoffen und Farbe kombiniertes Materialbild „Legno Nero Rosso“ aus dem Jahr 1960 (Taxe 3 bis 4 Millionen GBP), Philip Gustons von einem symbolhaltigen Realismus geprägte Leinwand „Rain Cloud“ aus dem Jahr 1973 (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen GBP) oder Domenico Gnolis stilisiertes, übergroß ins Bild gerücktes Tortenstück „La Tranche“ von 1965 (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen GBP).

Spitzenreiter der vorhergehenden Auktion „The Now“ für jüngere, zeitgenössische Positionen ist der britische Street Art-Künstler Banksy, dessen Werke bei 2,5 bis 3,5 Pfund liegen, beispielsweise die mit zwei aufgesprayten Hubschraubern ergänzte, aus dem 19. Jahrhundert stammende Kitschlandschaft „Vandalised Oil (Choppers)“ von 2006 oder seine unanständigen „Kissing Coppers“ von 2005. Mit von der Partie sind noch Shara Hughes und ihre bunt wuchernde psychedelische Naturwelt „Naked Lady“ von 2019 (Taxe 220.000 bis 280.000 GBP), Hurvin Anderson und seine eher kühle Wasserspiegelung „Lower Lake III“ von 2006 (Taxe 1 bis 1,5 Millionen HBP) oder Cecily Brown und ihre abstrakte Farbschlacht „Faeriefeller“ von 2019, aus der sich dann noch menschliche Gesichter zu schälen scheinen (Taxe 2,2 bis 2,8 Millionen GBP).

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1A 2AA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84

Startseite: www.sothebys.com



16.02.2022

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Veranstaltung vom:


02.03.2022, Modern & Contemporary Evening Auction

Veranstaltung vom:


02.03.2022, The Now Evening Auction

Bei:


Sotheby's

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Impressionismus

Stilrichtung:


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Stilrichtung:


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Stilrichtung:


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Stilrichtung:


Surrealismus







Vincent van Gogh,  Un couple d’amoureux (Eglogue en Provence), 1888

Vincent van Gogh, Un couple d’amoureux (Eglogue en Provence), 1888

Taxe: 7.000.000 - 10.000.000 GBP

Zuschlag: 8.500.000,- GBP

Losnummer: 123

Egon Schiele,  Kreuzigung mit verfinsterter Sonne, 1907

Egon Schiele, Kreuzigung mit verfinsterter Sonne, 1907

Taxe: 500.000 - 700.000 GBP

Zuschlag: 750.000,- GBP

Losnummer: 145

Gustave Caillebotte,  Portrait de Monsieur R., 1877

Gustave Caillebotte, Portrait de Monsieur R., 1877

Taxe: 4.000.000 - 6.000.000 GBP

Zuschlag: 5.600.000,- GBP

Losnummer: 126

Claude Monet,  Massif de chrysanthèmes, 1897

Claude Monet, Massif de chrysanthèmes, 1897

Taxe: 10.000.000 - 15.000.000 GBP

Zuschlag: 7.000.000,- GBP

Losnummer: 118

Max Beckmann,  Künstler am Meer, 1930

Max Beckmann, Künstler am Meer, 1930

Taxe: 350.000 - 450.000 GBP

Zuschlag: 350.000,- GBP

Losnummer: 101

Claude Monet,  Prunes et abricots, um 1882/85

Claude Monet, Prunes et abricots, um 1882/85

Taxe: 1.200.000 - 1.800.000 GBP

Zuschlag: 1.100.000,- GBP

Losnummer: 122

Alberto Burri,  Legno Nero Rosso, 1960

Alberto Burri, Legno Nero Rosso, 1960

Taxe: 3.000.000 - 4.000.000 GBP

Losnummer: 142

Claude Monet,  Les Demoiselles de Giverny, 1894

Claude Monet, Les Demoiselles de Giverny, 1894

Taxe: 15.000.000 - 20.000.000 GBP

Losnummer: 121




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