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Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

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Jean-Ulrick Désert gewinnt neuen Wi Di Mimba Wi-Preis

Jean-Ulrick Désert erhält den erstmals vergebenen Wi Di Mimba Wi-Preis

Berlin hat einen neuen Kunstpreis. Der Kunstraum Savvy Contemporary hat gemeinsam mit der in Einbeck ansässigen AKB Stiftung den Wi Di Mimba Wi-Preis ins Leben gerufen und ihn nun erstmals an den aus Haiti stammenden und in Berlin lebenden Jean-Ulrick Désert vergeben. Er darf sich nun über ein Arbeitsstipendium in Höhe von 30.000 Euro freuen, in dessen Rahmen Werke entstehen sollen, die im Anschluss im Kunstraum Savvy Contemporary gezeigt werden. Jean-Ulrick Désert wurde aus einer Shortlist, die neben ihm Karimah Ashadu, Ana Paula Oliveira Martins dos Santos und Lerato Shadi umfasste, von einer fünfköpfigen Jury ausgewählt, der der Kunstkritiker Bassam El Baroni, die Künstlerinnen Karina Griffith und Otobong Nkanga, die Kuratorin für die AKB Stiftung, Mirjami Schuppert, sowie Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, der Künstlerische Leiter von Savvy Contemporary, angehören. Sie begründeten ihre Wahl mit Désert intensiver Auseinandersetzung mit sozialen und kulturellen Praktiken. „Seine Arbeiten haben die Kraft, die Betrachtenden auf fesselnde Weise zu aktivieren, Verbindungen herzustellen und miteinander verflochtene Geschichten aufzuzeigen“, erklärte die Jury. „Seine Beschäftigung mit digitalen Technologien zeigt die komplexe Natur der Zusammenhänge von Politik und Gesellschaft.“

„Der Preis kommt für mich zu einem entscheidenden Zeitpunkt“, so Désert nach der Bekanntgabe. „Jenseits von Krisen werde ich oft an den konkreten Rat erinnert, den mir Okwui Enwezor vor dreißig Jahren gab: ‚Schaffe relevante Arbeit!‘ Und in der Krise, in der wir uns gerade befinden, erfüllen kulturellen Werke ihre kritische Funktion im gesellschaftlichen Kontext.“ Jean-Ulrick Désert, der 1960 in Port-au-Prince geboren wurde, kreiert vor allem konzeptuelle Arbeiten. Bekannt wurde er unter anderem für seine Aktion „Negerhosen2000“, für die er in einer traditionell bayerischen Lederhose durch Deutschland reiste, deren helle Farbe an „kaukasische Haut“ erinnern sollte. Für sein „Burka Project" fertigte er nach den Anschlägen vom 11. September aus den Flaggen von Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA Burkas an.

Der neue „Wi Di Mimba Wi-Preis“ richtet sich an in Deutschland lebende Künstlerinnen und Künstler of Colour. Weitere Einschränkungen hinsichtlich des Alters, der Karrierestufe oder des künstlerischen Mediums soll es nicht geben. Die AKB Stiftung wurde vom deutschen Agrarwissenschaftler und Unternehmer Carl-Ernst Büchting gegründet und fördert vielfältige Projekte in Kultur, Wissenschaft und Umwelt. Arbeiten von Jean-Ulrick Désert sind in Berlin noch bis zum 30. Januar in der Ausstellung „Palimpsest / Zwischen den Zeichen Lesen“ in der Galerie After The Butcher in Lichtenberg zu sehen.

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Zeitgenössische Kunst

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Jean-Ulrick Désert erhält den erstmals vergebenen
 Wi Di Mimba Wi-Preis
Jean-Ulrick Désert erhält den erstmals vergebenen Wi Di Mimba Wi-Preis

Variabilder:

Jean-Ulrick Désert, Amour Colère Folie, 2013/14
Jean-Ulrick Désert, Amour Colère Folie, 2013/14

Variabilder:

Jean-Ulrick Désert, Negerhosen, 2000
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Künstler:

Jean-Ulrick Désert








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