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Passage II. Hommage à Watteau / Doris Ziegler

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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Hans-Peter Riese beschenkt Regensburger Museum

Hans-Peter Riese bei der Ausstellungseröffnung anlässlich der Stiftung seiner Kunstbibliothek an die Universität Regensburg im Frühjahr 2020

Hans-Peter Riese überlässt dem Kunstforum Ostdeutsche Galerie ein Werk von Jirí Kolár. Aus Anlass seines 80. Geburtstags schenkt er dem Regensburger Museum die Collage „Hommage à Jawlensky“ des 2002 verstorbenen tschechischen Künstlers. Das Werk, das in die am Kunstforum beheimatete Michaela-Riese-Stiftung eingeht, lässt sich der Konkreten Poesie zurechnen und ist in der von Kolár entwickelten charakteristischen Technik der Chiasmage gearbeitet. Dabei hat er kleine Textfragmente kreuz und quer über die Bildfläche angeordnet, aus der plastische „Umrisslinien“ herauswachsen. Sie deuten die reduzierten Züge eines Gesichts an, womit Kolár auf die seriell entstandenen abstrahierten Köpfe des Avantgardekünstlers Jawlensky anspielt.

Der Journalist, Kunstkritiker und Kurator Hans-Peter Riese, geboren am 7. Mai 1941 in Enger bei Herford, begann schon während seines Studiums an der Frankfurter Goethe-Universität mit der journalistischen Arbeit für den Hessischen Rundfunk. Schon damals konzentrierte er sich auf die kulturelle und politische Situation in Prag. Im Jahr 1967 organisierte er in der Studio Galerie der Universität die Ausstellung „Konstruktive Tendenzen aus der Tschechoslowakei“. Diese Kunstpositionen, die sich in der freieren Atmosphäre vor dem Prager Frühling abseits der regimekonformen Kunst entfalten konnten, sollten auch später im Mittelpunkt von Rieses Kunstinteresse stehen.

Im Jahr 1968 wurde Riese ständiger freier Mitarbeiter der FAZ. Insgesamt vier Jahrzehnte lang schrieb er für das Feuilleton Beiträge zur Kunst und Kultur in Mittel- und Osteuropa. 1970 zog er nach Prag, wo er bis zu seiner Ausweisung 1973 als Korrespondent für die Stuttgarter Zeitung und den Deutschlandfunk arbeitete. Seine nächste Mission als Korrespondent führte ihn 1985 nach Moskau. Hier erlebte er die geschichtsträchtige Umbruchzeit und den Fall des Eisernen Vorhangs 1989 mit. Von 1991 bis 2000 wirkte er im Hessischen Rundfunk als Chefredakteur für den Hörfunk und Stellvertretender Programmdirektor. Die letzte Auslandstation seiner Laufbahn führte ihn von 2001 bis 2006 nach Washington.

Seit seiner Pensionierung widmet sich Hans-Peter Riese verstärkt der Kunst, er kuratiert Ausstellungen und verfasst Kunstbücher, Kataloge und Künstlermonografien. In allen Orten, an denen Riese lebte, pflegte er rege Kontakte mit der Kunstszene und trug über die Jahre hinweg gemeinsam mit Michaela Riese, die ebenfalls Journalistin war, eine umfassende Kunstsammlung zusammen. Der Schwerpunkt liegt auf der konkret-konstruktiven Kunst sowie der Op-Art, sie enthält aber auch Beispiele des Informel und der Neuen Figuration. In der Gegenüberstellung tschechischer, russischer, deutscher und amerikanischer Kunst werden parallele Kunstentwicklungen sichtbar, die trotz der politischen Trennung bis 1989 gemeinsame künstlerische Anliegen belegen.

Im Frühjahr 2008 gründete Riese im Kunstforum Ostdeutsche Galerie eine Stiftung, die er nach seiner verstorbenen Frau benannte. Die erste Schenkung umfasste 20 Mappen mit grafischen Blättern von 50 Künstlerinnen und Künstlern. Neben Erich Buchholz, Richard Paul Lohse oder Rupprecht Geiger waren insbesondere tschechische Künstler vertreten. 2013 kamen rund 100 Papierarbeiten sowie elf Skulpturen und elf Gemälde hinzu, darunter Werke von Jan Kubicek, Zdenek Sýkora, Nicolaij Suetin und Miloš Urbásek. Nach der letzten Zustiftung im Jahr 2019 zählt die Sammlung knapp 300 Inventarnummern. Seine Kunstbibliothek hat Riese der Universität Regensburg vermacht.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Hans-Peter Riese bei der
 Ausstellungseröffnung anlässlich der Stiftung seiner Kunstbibliothek an die Universität Regensburg im Frühjahr 2020
Hans-Peter Riese bei der Ausstellungseröffnung anlässlich der Stiftung seiner Kunstbibliothek an die Universität Regensburg im Frühjahr 2020

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Jirí Kolár








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