Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 25.02.2023 Kunstsammlung eines norddeutschen Finanzunternehmens

© Auktionshaus Stahl

Anzeige

Ich bin Du / Doris Ziegler

Ich bin Du / Doris Ziegler
© Döbele Kunst Mannheim


Anzeige

Großer Goldener Strauß I / Arnold Balwé

Großer Goldener Strauß I / Arnold Balwé
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Bethsabée / Pablo Picasso

Bethsabée / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
www3.kunstmarkt.com

Düsseldorf untersucht die Kunst in der DDR

Einer nicht ganz einfachen, mit Fettnäpfchen gespickten Aufgabe hat sich das Museum Kunst Palast in seiner aktuellen Ausstellung verschrieben und geht der Kunst in der DDR nach. 30 Jahre nach Mauerfall präsentiert es dazu eine Auswahl von rund 130 Gemälden und Arbeiten auf Papier von 13 Künstlerinnen und Künstlern. Kurator Steffen Krautzig will so den Blick auf die „überraschend vielseitige und zugleich widersprüchliche Kunstepoche zwischen 1949 und 1989“ lenken, die von „Anpassung und Rebellion, Affirmation und Subversion“ geprägt war.

„In der Ausstellung wird sichtbar, dass Kategorisierungen wie systemkonforme Staatskunst und nonkonforme Untergrundkunst zu kurz greifen“, hebt Krautzig hervor. „Mit dem Untergang der DDR verloren die damals entstandenen Kunstwerke ihre politischen Funktionen – auch die Werke, die sich bewusst von politischen Vereinnahmungen abgrenzten. Schon immer haben sich in der Kunstgeschichte Funktionen und Bedeutungen gewandelt. Wir wollen mit unserer Schau – ohne Entstehungszusammenhänge und kulturpolitische Hintergründe zu verschweigen – die Kunstwerke in den Mittelpunkt rücken und ihre Bedeutung für unsere Gegenwart vorstellen.“

Zu Wort kommen etwa Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke und Willi Sitte, die seit ihrer Teilnahme auf der Documenta 6 im Jahr 1977 als offizielle Repräsentanten der DDR wahrgenommen wurden. Ihre Kunst orientierte sich am Stil des Sozialistischen Realismus. Die offizielle Staatsdoktrin sollte volkstümlich und parteilich im Dienst der Arbeiterklasse stehen und helfen, die sozialistische Gesellschaft aufzubauen und zu festigen. Doch zeigt sich in ihren Bildern auch eine symbolistische Note, etwa in Mattheuers „Flucht des Sisyphos“ von 1972, die versteckt eine Kritik an den Verhältnissen generiert. Etliche Künstler gerieten daher häufig in den Fokus kulturpolitischer Debatten, wurden kontrolliert und überwacht.

Der Ausstellungsrundgang beginnt mit den unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Gemälden von Elisabeth Voigt und Wilhelm Lachnit. Beide prägten als Lehrer an den traditionsreichen Kunsthochschulen in Leipzig und Dresden die nachfolgenden Künstlergenerationen, obwohl ihre eigenen Werke von offizieller Seite kritisiert wurden. Vertreten sind zudem abstrakte Positionen, die vom Staat als formalistisch gebrandmarkt wurden, etwa die geometrischen Konstruktionen Hermann Glöckners oder die kleinteiligen Schrift- und Zeichenblätter von Carlfriedrich Claus. Fernab des offiziellen Kunstbetriebs war Gerhard Altenbourg tätig und schuf in seinem thüringischen Rückzugsort Altenburg poetische Arbeiten voll surrealer Hirngespinste. Michael Morgner und Angela Hampel nahmen den Menschen in den Blick und widmeten sich seiner existenziellen Verfasstheit.

Die Ausstellung „Utopie und Untergang. Kunst in der DDR“ läuft vom 5. September bis zum 5. Januar 2020. Das Museum Kunst Palast hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Geschlossen bliebt an Heiligabend und Silvester. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro bzw. 2 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 29,80 Euro, im Buchhandel 38 Euro.

Stiftung Museum Kunst Palast
Ehrenhof 4-5
D-40479 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 566 42 100
Telefax: +49 (0)211 – 566 42 906

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 22

Seiten: 1  •  2  •  3

Events (1)Adressen (1)Kunstsparten (2)Stilrichtungen (1)Berichte (4)Künstler (13)

Veranstaltung vom:


05.09.2019, Utopie und Untergang. Kunst in der DDR

Bei:


Museum Kunst Palast

Kunstsparte:


Zeichnung

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Bericht:


In dir, oder es wird nicht sein

Bericht:


Eigenwillige Ansichten eines Einzelgängers

Bericht:


Von Menschen und Zeichen, Urzeit und Zukunft

Bericht:


Im Fadenkreuz von Krieg und System








News vom 03.02.2023

Schweiz von Raubkunst aus Benin betroffen

Schweiz von Raubkunst aus Benin betroffen

Mara Wimberger mit Stipendium ausgezeichnet

Mara Wimberger mit Stipendium ausgezeichnet

News vom 02.02.2023

Zum Tod von Else Bechteler-Moses

Zum Tod von Else Bechteler-Moses

Skulpturenmuseum Marl blickt in unsichere Zukunft

Skulpturenmuseum Marl blickt in unsichere Zukunft

Piktorialismus in Wien

Piktorialismus in Wien

Berlinische Galerie temporär geschlossen

Berlinische Galerie temporär geschlossen

News vom 01.02.2023

Candice Breitz in Baden-Baden

Candice Breitz in Baden-Baden

Wiener Spark Art Fair abgesagt

Wiener Spark Art Fair abgesagt

Wien feiert Klimt

Wien feiert Klimt

Berlin startet mit Jugendkulturkarte

Berlin startet mit Jugendkulturkarte

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Frank Fluegel - Mr. Brainwash Einstein

Neue Unikate von Mr. Brainwash eingetroffen. FRANK FLUEGEL GALERIE
Galerie Frank Fluegel

Galerie Bassenge Berlin - Hans Thiemann, Transparentes Gefilde, 1947

Phantastische Welten
Galerie Bassenge Berlin





Copyright © '99-'2023
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce