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Günther Domenig gestorben

Günther Domenigs „opus magnum“ – das Steinhaus am Ossiacher See

Günther Domenig ist tot. Der österreichische Architekt starb am vergangenen Freitag in Graz. Er wurde 77 Jahre alt. Domenig zählte zu den herausragenden Baukünstlern seiner Heimat. Das macht schon die Liste seiner Auszeichnungen deutlich. Sie startete 1967 mit dem Österreichischen Bauherrenpreis für die Katholisch-Pädagogische Akademie in Graz, die er zusammen mit seinem langjährigen Geschäftspartner Eilfried Huth entwarf, und kulminierte 2004 im dem Goldenen Löwen der venezianischen Architekturbiennale für das Dokumentationszentrum auf dem Gelände des Reichsparteitags in Nürnberg oder im Großen Österreichischen Staatspreis für Architektur sowie dem Österreichischem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Der damalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel würdigte bei der Preisverleihung das Schaffen Domenigs: „Sein Werk strahlt skulpturale Poetik aus, ist geistreich, sensibel und mitteilsam. Die architektonischen Entwürfe Domenigs waren und sind ihrer Zeit stets voraus.“

Zur Welt kam Günther Domenig am 6. Juli 1934 in Klagenfurt und studierte von 1953 bis 1959 Architektur an der Technischen Universität Graz. Die steirische Landeshauptstadt wurde seine Wahlheimat und wichtigste Wirkungsstätte, so dass er der bekannteste Vertreter der sogenannten „Grazer Schule“ wurde. Zu seinen Frühwerken, die nicht nur in Österreich von den Architekturkritikern beachtet wurden, gehört das verspielte, röhrenförmige Projekt „Neue Wohnform Ragnitz“, das wegen seines utopischen Ansatzes zwar nie verwirklicht, aber 1969 mit dem Grand Prix International d’Urbansime et d’Architecture in Cannes geehrt wurde, der Mehrzwecksaal der Schulschwestern in Graz-Eggenberg oder der Pavillon der Olympia-Schwimmhalle in München.

Spektakulär war dann sein Entwurf für die Filiale der Zentralsparkasse in der Wiener Favoritenstraße, der zwischen 1975 und 1979 realisiert wurde. Domenig brach hier aus einem strengen Raster aus, stauchte die Fassade in Wellenform, gestaltete irreguläre, labyrinthartige Innenräume mit freigelegter Technik und schuf so ein lebendig anmutendes Wesen. Seit 1977 begleitete ihn auch sein Lieblingsprojekt, das heftig umstrittenen „Steinhaus“ in Steindorf am Ufer des Ossiacher See, das von 1986 an errichtet wurde. Sein erst 2008 eröffnetes Privathaus, das Domenig selbst als „gebaute Biographie“ und „eine große Wichtigkeit der Isoliertheit, der Einsamkeit und der Unabhängigkeit“ bezeichnete, ist ein vielteiliger, verschachtelter, dekonstruktivistischer Bau, der heute als sein opus magnum gilt. 1980 wurde er als Professor an das Institut für Gebäudelehre, Wohnbau und Entwerfen der TU Graz berufen. Außerdem entwarf Domenig Bühnenbilder und Kostüme für die Grazer Oper und gestaltete 1995 die Kärntner Landesausstellung „Grubenhunt und Ofensau“.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Günther Domenig








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