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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

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Analyse

Die Corona-Krise ist noch immer nicht überwunden, da meldet sich der internationale Kunstmarkt bereits gestärkt zurück. Über 60 Milliarden Dollar wurden 2021 weltweit umgesetzt, mehr als vor der Pandemie, wie der aktuelle Global Art Market Report verrät

Beeple war nur der Anfang



Der Global Art Market Report geht von einem Wachstum des Kunstmarkts aus

Der Global Art Market Report geht von einem Wachstum des Kunstmarkts aus

2020 war das schwärzeste Jahr für den internationalen Kunsthandel seit mehr als einer Dekade. Doch schon 2021 kletterte der Gesamtumsatz von Kunst und Antiquitäten, die durch Händler und Auktionshäuser weltweit vertrieben wurden, wieder auf rund 65,1 Milliarden US-Dollar, eine Zunahme um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist zwar noch nicht das Niveau von 2018 mit 67,7 Milliarden US-Dollar, aber die Tendenz zeigt wieder nach oben. Insgesamt wuchs die Branche in allen Bereichen, wobei der Auktionsmarkt am stärksten profitierte, die Verkäufe dort verdoppelten sich mit 47 Prozent beinahe. Zu dieser Erkenntnis kommt jedenfalls die aktuelle Kunstmarkt-Studie, die Clare McAndrew für die Art Basel und die Schweizer Großbank UBS erstellt hat. Vor allem der deutlich gestärkte US-Markt ist für diesen Boom verantwortlich, der inzwischen rund 43 Prozent des internationalen Kunsthandels ausmacht. Vor Großbritannien mit 17 Prozent verzeichnet der chinesische Kunstmarkt einen Anteil von 20 Prozent. Dahinter folgen dann Frankreich mit sieben Prozent, Deutschland und die Schweiz mit jeweils zwei Prozent und Spanien mit einem Prozent.


Die meiste Kunst wurde auch im Jahr 2021 nicht über Auktionshäuser, sondern über Galerien gehandelt: Im diesem Sektor wurden 34,7 Milliarden US-Dollar ausgegeben. 76 Prozent der High-Net-Worth-Sammler (HNW), also jener Kundengruppe, die mindestens eine Million Dollar zur freien Verfügung hat, haben Arbeiten bei einem Händler erstanden. Einziger Wermutstropfen war die häufig alternativlose Tendenz zum Online-Kauf, wobei knapp 70 Prozent der Sammler angaben, den persönlichen Kunsteinkauf vor Ort weiterhin zu bevorzugen. Nur rund 20 Prozent seines gesamten Kunstbudgets gab der durchschnittliche Sammler auf dem Auktionsmarkt aus. Die Auktionshäuser setzten 2021 insgesamt 26,3 Milliarden US-Dollar um, was dem Zuwachs von 47 Prozent entspricht. Nach wie vor ist die Kunst seit 1945 hier mit 6,7 Milliarden US-Dollar am verkaufsstärksten. Für Kunstwerke aus der Nachkriegsepoche wurden insgesamt 4,2 Milliarden US-Dollar bewilligt, für Arbeiten aus den letzten 20 Jahren 2,5 Milliarden US-Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie 2020.

Blickt man auf die durchschnittlichen Ausgaben, die einer der 2.339 befragten HNW-Sammler bereit war für Kunst auszugeben, so könnte man dem Eindruck erliegen, es habe gar keine Corona-Pandemie gegeben. Insgesamt stiegen die mittleren Ausgaben für bildende Kunst und Antiquitäten von 72.000 US-Dollar im Jahr 2019 auf 126.000 US-Dollar im Jahr 2020, bevor sie sich im Jahr 2021 auf 274.000 US-Dollar mehr als verdoppelten. Rund ein Drittel der HNW-Sammler gab im letzten Jahr mehr als eine Million US-Dollar für Kunst aus. In Festlandchina war der Anteil der Ausgaben auf diesem Niveau mit 44 Prozent am höchsten. Auf Platz zwei der zahlungskräftigsten Sammler lag Deutschland mit 38 Prozent, dicht gefolgt von Frankreich und den USA, wo 36 Prozent der Sammler mindestens eine Million in Kunst investierten.

Interessant ist ein Blick auf die Sparte der NFTs, die im Zuge der Pandemie und des Hypes, den der Rekorderlös der Beeple-Collage ausgelöst hatte, stark wachsen konnten. Die Verkäufe durch NFT-Plattformen auf den Blockchains Ethereum, Flow und Ronin sind von 4,6 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 auf 11,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 geschnellt. Der Wert der Verkäufe für kunstbezogene NFTs hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verhundertfacht und erreicht 2,6 Milliarden US-Dollar. Internationale Auktionshäuser wie Christie’s und Sotheby’s spielen im NFT-Bereich noch eine untergeordnete Rolle. Beide Häuser konnten im letzten Jahr digitale Kunst im Wert von 230 Millionen US-Dollar handeln, was weniger als den Gesamtpreis der drei besten Auktionsergebnisse von 2021 darstellt – Arbeiten von Picasso, Basquiat und Botticelli brachten es gemeinsam auf 288,7 Millionen US-Dollar.

74 Prozent aller HNW haben 2021 durchschnittlich vier NFT-Werke erworben. Im Schnitt wurden aber gerade einmal 9.000 US-Dollar für eines dieser Stücke gezahlt. Während sogar 88 Prozent der Sammler angaben, in der Zukunft NFTs kaufen zu wollen, gibt es unter den Händlern noch große Vorbehalte gegen das neue Medium. Gerade einmal die Hälfte von ihnen hat bereits mit NFTs gehandelt, die übrigen schlossen dies für die Zukunft kategorisch aus. Wie stark der Markt von NFTs noch anziehen wird, ist laut Clare McAndrew schwer zu sagen, doch scheint die jüngere Sammlergeneration von digitaler Kunst längst überzeugt zu sein. Unter den nach 1990 geborenen Sammlern planen 61 Prozent auch im kommenden Jahr ein NFT zu erwerben, wobei dieser Prozentsatz im globalen Handel erstaunlich gleichmäßig verteilt ist. Das Internet lässt die Welt also auch hinsichtlich der Kunsttrends zusammenrücken. Doch scheint sich der einst als Hype verschriene Trend zu NFTs durchaus zu verstetigen.

Der Ausblick auf das kommende Jahr fällt unter den Sammler durchweg positiv aus. Folgen des Ukraine-Kriegs werden am Kunstmarkt aktuell kaum wahrgenommen, so der Global Art Market Report. Nach ihren Plänen für 2022 befragt, will die Mehrheit der vermögenden Sammler (53 %), Kunst zu kaufen, was einen Rückgang von 4 Prozent gegenüber 2021 darstellt. 39 Prozent der Sammler wollen außerdem im aktuellen Jahr Werke aus ihren Kollektionen veräußern. Ein durchaus positiver Aspekt der Pandemie ist die erhöhte Bereitschaft von Sammlern, philanthropisch tätig zu werden und an Benefiz-Aktionen teilzunehmen. Der Anteil derjenigen, die beabsichtigen, heuer Werke an ein Museum zu spenden, legt von 29 Prozent im Jahr 2021 auf aktuell 43 Prozent zu, wobei er in Frankreich (56 %) und den USA (50 %) am höchsten ist.

Auf der Verkaufsseite zeigten sich die meisten Händler ebenfalls optimistisch, was ihre Aussichten für das aktuelle Jahr angeht: 62 Prozent von ihnen rechnen mit einer Verbesserung der Verkaufszahlen, 27 Prozent erwarteten, dass die Umsätze in etwa so hoch sein werden wie 2021, und nur mehr elf Prozent rechnen mit einem Rückgang ihrer Geschäfte. Optimismus herrscht auch in der Auktionsbranche: 81 Prozent der vom Sekundärmarkt abhängigen Versteigerer gehen für 2022 von einem Anstieg der Geschäftszahlen aus, einzig sechs Prozent kalkulieren mit einem Rückgang.

Zum vollständigen Marktbericht:
https://d2u3kfwd92fzu7.cloudfront.net/The_Art_Market_2022.pdf

Kontakt:

Messe Basel

Messeplatz

CH-4021 Basel

Telefax:+41 (061) 686 26 86

Telefon:+41 (061) 686 20 20

E-Mail: info@artbasel.com

Startseite: www.artbasel.com



08.04.2022

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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